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UNTERSTÜTZT DEN PROTEST DER INDIGENEN BEVÖLKERUNG UND DER
BÜRGERRECHTSBEWEGUNG IN KOLUMBIEN

Die kolumbianische Bürgerrechtsbewegung, angeführt von indigenen Gruppen, ist auf einem friedlichen Marsch in die Hauptstadt. Die Ureinwohner demonstrieren für gesellschaftlichen Respekt, ihre verfassungsmäßigen Rechte und ihre kulturelle Identität. Während der Versammlungen wurden bereits drei Demonstranten von der nationalen Polizei getötet und 120 verwundet.

Während der Amtszeit des Präsidenten Uribe, gezeichnet von der sogenannten "democratic security" Doktrin, wurden mindestens 1500 Indigene ermordet und 53.885 vertrieben. Die aktuelle Zahl der Flüchtlinge, ob Indigene, Afrokolumbianer, oder einfach arme Kolumbianer, liegt bei vier Millionen. Das sind 10% der Bevölkerung!

Präsident Uribe muss dazu gebracht werden die Deklaration der indigenen Rechte, die von der UN im September 2007 anerkannt wurde, zu unterzeichnen. Die Deutsche Regierung ist verpflichtet dies einzufordern.

Die internationale Beachtung der staatlichen Verbrechen erzeugt erstmalig Druck auf die Regierung. CNN-Fernsehbilder, in denen die Polizei auf Demonstranten schießt, erschweren der Regierung die Fortsetzung ihrer Politik der Desinformation und des Terrors.

Sie werden auf die Stimme des Volkes hören müssen!

 

AM DIENSTAG 25. NOVEMBER WERDEN SICH 80.000 INDIGENE ERSTMALIG
IN DER HAUPTSTADT BOGOTA VERSAMMELN.

UNTERSTÜTZT SIE DURCH EURE PRÄSENZ IN BERLIN:

DIENSTAG, 25 NOVEMBER, 15 UHR
AM LUSTGARTEN
S-BAHNHOF ALEXANDERPLATZ/ HACKESCHER MARKT



 

UNTERSTÜTZUNG FÜR DEN PROTEST DER INDIGENEN
UND DER ZIVILBEVÖLKERUNG KOLUMBIENS

In Kolumbien haben Anfang Oktober Indigene eine dauerhafte Versammlung ausgerufen. Sie fordern Anerkennung ihrer Zivilrechte und die Verwirklichung ihrer bereits gesetzesmäßig anerkannten Souveränität. Bisher wird diese aber von der Regierung unter Präsident Uribe Vélez verleugnet.
Unter der Regierung Uribe sind in den letzten sechs Jahren mindestens 1.253 Indigene, hauptsächlich durch mit der Regierung vernetzte Paramilitärs und Militärs ermordet und 53.885 gezwungen worden, ihre Länder zu verlassen (Quelle: ONIC, Nationale Organisation der Indigenen Kolumbiens).
Die Souveränität über die indigenen angestammten Gebiete steht im Widerspruch zum F.T.A. („Free Trade Agreement“ mit den USA), welches von den indigenen Zivilorganisationen explizit abgelehnt wird, weil es ohne ihre Partizipation verhandelt und beschlossen wurde. Schon die Perspektive der wirtschaftlichen Ausbeutung des indigenen Landes verursacht massive Gewalt gegen sie.
In diesen Tagen kam ans Licht, dass mehrere Tausend Kolumbianer vom Militär entführt, getötet und als im Kampf gefallene Guerillos präsentiert wurden. Zur selben Zeit wurden vier internationale Menschenrechtsbeobachter (eine Deutsche und drei Franzosen) des Landes verwiesen mit der Beschuldigung den Terrorismus zu unterstützen.
Indigene Gemeinden des Distrikts Cauca (Südwesten Kolumbiens) befinden sich seit Oktober in einer dauernden Versammlung um von der Regierung Kolumbiens gehört und wahrgenommen zu werden. Die Bereitschaftspolizei griff am 16. Oktober die Versammlung wegen einer in der Nähe stattfindenden friedlichen Strassenblockade an. Hierbei wurden drei Demonstranten getötet und 120 verwundet. Eine Person wurde von der Polizei erschossen, was bis zur Ausstrahlung eines Videos auf CNN, von der Regierung verleugnet wurde. Das Video zeigt einen vermummten Polizisten, der, umgeben von Bereitschaftspolizisten, mit einer M-16 schießt. Bis zu diesem Moment hatte der Präsident nicht nur den Gebrauch von Waffen durch die Polizei bestritten, sondern auch die indigene Bewegung des Terrorismus angeklagt und beschuldigt von der FARC-Guerilla (seit 2002 in der Liste der terroristischen Vereinigungen) infiltriert zu sein.
Für die Anschuldigungen des Präsidenten, publik gemacht durch alle Medien Kolumbiens gibt es keinerlei Beweise. Gerade in den letzten Tagen wuchs der Terror den der Staat selbst gegen die indigene Bevölkerung implementiert hat. Nach den Lügen des Präsidenten und dem Stillschweigen der internationalen Medien wurden die Tatsachen erst durch das Videodokument aufgedeckt. Daraufhin distanzierte sich der Präsident von den Aktivitäten der Polizei und des Militärs. Gleichzeitig wird die indigene Bewegung in der Öffentlichkeit stigmatisiert.
Nachdem die Versammlung angegriffen wurde, entschieden sich 60.000 (offiziell 40.000) Indigene in die Stadt Cali, die Hauptstadt des südlichen Distrikts, zu marschieren. Sie forderten ein öffentliches Treffen mit dem Präsidenten, um über die Situation der Menschenrechte zu diskutieren. Dabei geht es nicht nur um die Rechte Indigener, sondern die zivilen Rechte der gesamten, in der Mehrheit
armen, Bevölkerung Kolumbiens.
Am 2. November fand das Treffen am selben Ort statt, den die Polizei und bewaffnete Gruppen zwei Wochen zuvor brutal geräumt hatten. Neben einem klärenden Gespräch über ihre Rechte verlangten die Indigenen eine öffentliche Entschuldigung des Präsidenten wegen der Stigmatisierung ihrer Bewegung. Nach sechsstündiger Unterredung gab es keinerlei Übereinkünfte, aber die Versammlung war nicht beendet. Auf ihre Rechte bestehend erklärten die Indigenen, dass die Versammlung weiter bestehen und nach Bogotá, der Hauptstadt des Landes, weitermarschieren würde, wo sie am 25. November mit einer Zahl von 80.000 erwartet wird, um ihre „Debatte zwischen Autoritäten fortzusetzen“ (ONIC).
Die nationale Presse Kolumbiens ist weiterhin dabei, die Wichtigkeit dieses Ereignisses unter den Teppich zu kehren und so wissen die meißten Leute, nicht einmal in den Städten, von diesem „menschlichen Fluss für den Widerstand und die Würde der Menschen“ (ONIC).
Dieser historische Vorfall weckt hohe Erwartungen. In einem vor Gewalt und dem Zynismus der politischen Eliten blutendem Land entsteht Hoffnung bei allen Individuen und Organisationen, welche den Kampf der Menschen für ihre Rechte, ihren Frieden und ihre Würde unterstützen.

 

 

 

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Link articles :

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